Löschgruppe Liblar

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Historische Pumpe der Löschgruppe Liblar
Historische Pumpe der Löschgruppe Liblar
Auszüge aus der Geschichte der Löschgruppe Liblar

 

Im August des Jahres 1900 erkannte auch in Liblar eine Handvoll Männer die Notwendigkeit, zum Schutze der Mitbürger eine eigene Feuerwehr zu gründen. Aus ihrer Mitte wählten Sie den Kameraden Rüssmann als Führer ihrer Wehr.

In der Zeit nach 1900 gehörte die Feuerwehr Liblar auch zu den Mitbegründern des Kreisfeuerwehrverbandes Euskirchen.

In der zur damaligen Zeit hauptsächlich landwirtschaftlich strukturierten Gemeinde Liblar kam es häufiger zu Bränden in bäuerlichen Anwesen, was auch auf die Bauweise der Gebäude - Lehmfachwerk mit Stroheindeckung - zurückzuführen war.

Mit der zunehmenden Industrialisierung im damaligen Ortsteil Donatusdorf und im Oberdorf (Broich) mit den Brikettfabriken Concordia, Grube Liblar und Grube Donatus wurde die Wehr zunehmend gefordert, u.a. bei einem Großbrand im Oktober 1922 in der Grube Liblar.

Aber auch in den Gewerbegebieten brannte es öfter, so z.B. im Holzlager der Firma Ziem.

Aufteilung Oberliblar und Liblar 

Da die Gruben und Fabriken in Oberliblar sich vergrößerten, kam es 1933 mit der Unterstützung des damaligen Bergwerkdirektors Watzke und des Amtsbürgermeisters Hugo ten Hövel zu der Gründung einer neuen Löschgruppe in Oberliblar. Ein weiterer Auslöser war auch ein größerer Grubenbrand auf der Grube Donatus im Jahre 1932.

Der Kern dieser neuen Gruppe bestand aus Feuerwehrleuten, die im Ort Oberliblar ihren Wohnsitz hatten, aber in der Löschgruppe Liblar ihren Dienst verrichteten.

In der Zeit bis zum Kriegsausbruch 1939 verbesserten beide Löschgruppen ihren Ausbildungsstand erheblich. Die Gemeinde Liblar honorierte dies 1936 durch die Errichtung je eines Steigeturmes in beiden Löschgruppen, wodurch der Umgang mit Leitern durch regelmäßige Steigeübungen noch verbessert wurde.

Diese Ausbildung, unter dem Polizeimeister Hubert Büsgen, ebenfalls Mitglied der Feuerwehr, kam den beiden Löschgruppen beim 1938 in Oberliblar durchgeführten Kreisfeuerwehrtag zugute, wo sie vor großem Publikum eine Steigeübung demonstrierten.

Die Ausrüstung der Löschgruppen war der Zeit entsprechend, es gab noch keine Fahrzeuge mit denen Pumpen und sonstige Ausrüstungsgegenstände fortbewegt werden konnten.

Lediglich über eine Handdruckpumpe verfügte die Wehr. Diese wurde im Mannschaftszug oder durch Pferdegespanne bewegt. Heute steht diese Pumpe übrigens liebevoll restauriert im Foyer der Feuer- und Rettungswache.

1936 wurden erstmals Motorkraftspritzen angeschafft. Bewegt wurden diese DKW-Pumpen auf einer offenen Pritsche, wo sie zusammen mit Saug- und Druckschläuchen verlastet waren, durch den Mannschaftszug oder indem die Pritschen an Kleinlaster oder LKW angekuppelt wurden. Diese Motorpumpen waren während des Krieges und in der Nachkriegszeit bis 1958 im Einsatz, wobei als Zugfahrzeuge LKW der Firmen Felten und Lauscher von der Gemeindeverwaltung geordert wurden.

Die ersten Fahrzeuge 

1958 wurden moderne Tragkraftspritzen – TS 8/8 – mit geschlossenem Aufbau (TSA) sowie für die Löschgruppe Liblar eine 12-Meter-Anhängeleiter (AL12) beschafft. Als Zugfahrzeuge dienten Fahrzeuge der Firmen Rothkamp, Rosenbaum, Jauck und Panizolo.

1962 wurden für drei Löschgruppen des aus den Dörfern Liblar, Oberliblar, Köttingen und Kierdorf bestehenden Amtes Liblar Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF) beschafft.

1963 erhielt die Löschgruppe Liblar zusätzlich ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 mit Vorbaupumpe.

Das TSF der Löschgruppe Liblar II (Oberliblar) war schon bei der Auslieferung defekt und musste zunächst in einer Karosseriewerkstatt instand gesetzt werden. Nach der Reparatur war in beiden Löschgruppen endgültig der Sprung in die Motorisierung geschafft.

Zusammenlegung der Gruppen 

Nachdem die Löschgruppe im Jahre 1992  zusammen mit der Hauptamtlichen Wache Erftstadt die neu errichtete Feuerwache im Einkaufszentrum Erftstadt bezog wurden die beiden Gruppen Oberliblar und Liblar wieder zu einer Einheit zusammengeschlossen und existiert seit dem in dieser Form.